Über das Projekt

“Just Listen” ist ein Kooperationsprojekt von Studierenden der FU Berlin, leftvision e.V. und Berlin Postkolonial e.V. und soll einen Anstoß geben, sich mit den Kontinuitäten des Kolonialismus kritisch zu beschäftigen. Bis heute prägt Kolonialrassismus das Zusammenleben der Menschen weltweit. Dennoch und gerade deshalb finden die Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus in Europa und den USA wenig Beachtung: Nicht gern spricht der Westen über die Zeit seiner gewalttätigen Expansion, über Versklavungshandel und Genozid – schon gar nicht mit den Nachfahren der Kolonisierten selbst.

Das Projekt „Just Listen“ will dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und stellt dabei die Perspektiven der Nachfahren Kolonisierter und von Rassismus Betroffener in den Mittelpunkt.

Aktivist_innen und Expert_innen, die sich seit vielen Jahren für eine kritische Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Rassismus einsetzen, gehen in Interviews auf wichtige Fragen zum Umgang mit der deutschen Kolonialzeit ein. Sie positionieren sich:

  • zum Humboldtforum
  • zu Reparationszahlungen an die vom Genozid 1904-08 betroffenen und enteigneten Herero und Nama Gemeinschaften
  • zur Errichtung eines zentralen Mahnmals im Gedenken an die Opfer von Kolonialismus, Rassismus und Versklavung
  • zur Rückgabe entführter menschlicher Gebeine an die Nachfahren der Betroffenen

zur Beteiligung der Nachfahren der Kolonisierten an der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte