Menschliche Gebeine - Human Remains - Berlin Postkolonial - Just Listen - Copyright Yusuf Beyazit

Wenn hier von Human Remains gesprochen wird, handelt es sich um Gebeine ermordeter Menschen, welche in der Kolonialzeit und in der NS-Zeit zu rassistischen pseudowissenschaftlichen Zwecken der anthropologischen Forschung missbraucht wurden.

Diese menschlichen Überreste befinden sich größtenteils noch in Sammlungen auf deutschem Boden, wie die der deutschen ethnologischen Museen und Universitätskrankenhäuser. Bis heute wurde nur wenig Provenienzforschung betrieben um die Human Remains ihren Herkunftsgesellschaften zuzuordnen und zurückzugeben; es ist aber bekannt, dass Human Remains aus Namibia, Tansania, Ruanda, Kamerun und Togo in Deutschland sind.

Trotz der vielzähligen Initiativen, welche verlangt haben, dass Human Remains zurückgegeben werden und welche stetig aufklären und Rückgabe fordern, bleiben ernsthafte Verhandlungen mit den betroffenen Gruppen und den Initiativen aus. Die einzige Ausnahme stellen zwei Fälle von Rückgaben dar, den Ablauf derer betroffenen Gruppen aber stark kritisiert haben und in welche die deutsche Regierung nicht involviert sein wollte. Grundsätzlich weist die deutsche Regierung jegliche Verantwortung von sich.

Für weiterführende Informationen und ausführlichere Erläuterungen zum Thema Human Remains siehe folgende Seiten:

  • Webdarstellung der Bündniskampagne No-Humboldt 21. Informationen, Videomaterial zu dem Thema der menschlichen Gebeine
  • Projekt “Manufacturing Race” von Studierenden der Freien Universität und Prof. Dr. Bilgin Ayata –Informationen zum ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Insitut und rassistischer Forschung an menschlichen Gebeinen
  • Forschungsprojekt der Charité zu menschlichen Gebeinen in deutschen Sammlungen
  • Stellungnahme der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum Umgang mit Human Remains

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