Dr. Marie Biloa Onana

„Die Nachfahren Kolonisierter leben hier in Deutschland. Sie sind Teil dieser Gesellschaft. Sie haben ein Mitspracherecht.“

 - Dr. Marie Biloa Onana


Dr. Marie Biloa Onana ist Literaturwissenschaftlerin und Expertin für das kolonialrassistische Bild von Schwarzen Menschen in der deutschen Literaturgeschichte. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Literaturgeschichte u.a.: Der Sklavenaufstand von Haiti. Ethnische Differenz und Humanitätsideale in der Literatur des 19. Jahrhunderts (Böhlau-Verlag  2010). Sie ist zudem DaZ/DaF –Dozentin und Bildungsreferentin. Seit der Gründung von Berlin Postkolonial ist sie im Verein aktiv.


Mnyaka Sururu Mboro

„Es geht nicht darum, die Geschichte auszulöschen. Es geht sogar darum, die Geschichte noch lebendiger zu machen - in kritischer Art.“

 - Mnyaka Sururu Mboro


Mnyaka Sururu Mboro geboren und aufgewachsen in Tansania, kam 1978 zum Studium nach Deutschland und blieb dann in Berlin. Er ist Vorstandsmitglied und Mitbegründer von Berlin Postkolonial e.V. und engagiert sich seit Jahrzehnten für eine kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus.

Eines seiner zentralen Anliegen ist die Rückgabe menschlicher Gebeine, die während der deutschen Kolonialzeit verschleppt wurden und sich bis heute in den Sammlungsbeständen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) sowie anderer Institutionen in ganz Deutschland befinden.


Tahir Della

„Ich bin absolut der Meinung, dass sich Deutschland seiner kolonialen Vergangenheit stellen muss, also sich verantwortlich zeigen muss. Es muss Auseinandersetzungen geben, die deutlich machen, dass man eine Versöhnung mit den ehemaligen Kolonisierten will. Das muss natürlich auch beinhalten, dass man Reparationen zahlt.“

 - Tahir Della


Tahir Della ist Mitglied im Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland - ISD Bund e.V. und Trainer bei glokal e.V. Zusätzlich ist er Fachreferent Dekolonisierung im Berliner Promotorenprogramm “Eine Welt” für Postkolonialismus und Antirassismus. Er setzt sich ein für die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland und für eine Gesellschaft ohne Rassismus.


Elisabeth Kaneza

„Das ist immer eine Gratwanderung zwischen: was tun wir, um zu mahnen und was sollten wir unterlassen, um den Opfern ihre Würde zu lassen.”

 - Elisabeth Kaneza


Elisabeth Kaneza wurde 1987 in Ruanda geboren. Ihre Kindheit wurde von den Ereignissen des Völkermordes in 1994 geprägt. Sie studierte an der Universität Maastricht in den Niederlanden ‚European Studies‘, ihren Masterabschluss schloss sie in ‚Intercultural Conflict Management’ an der Alice-Salomon Hochschule ab.

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union mit Afrika, die Transformation von innerstaatlichen Konflikten und das Themenkomplex „Migration und Flucht“. Elisabeth Kaneza setzt sich bundesweit für entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Vielfalt und Chancengleichheit ein. Zu ihren Aktivitäten gehören die Moderation von politischen Veranstaltungen und die Planung sowie Durchführung von internationalen Dialogen, Seminaren und Workshops. Als Sprecherin und Dozentin nimmt sie zudem an verschiedenen Konferenzen teil, darunter Fachtagungen und Podiumsdiskussionen.


Abdel Amine Mohammed

„Ich mache jetzt schon seit Jahren Führungen und meistens, wenn ich die Frage zum Kolonialismus stelle, ist eine gewisse Zurückhaltung aber auch Unwissenheit dabei, weil es nicht Thema ist in der Schulbildung, aber auch nicht präsent im Gesellschaftsdiskurs.“

 - Abdel Amine Mohammed


Abdel Amine Mohammed hat Verwaltung und Politikwissenschaften, sowie Französische Philologie an der Universität Potsdam studiert. 

Seine Interessensgebiete umfassen kritische Entwicklungstheorien, postkoloniale Theorien, Empowerment Workshops für Schwarze Menschen und People of Colour in Arbeitszusammenhängen, Einführungsseminare zu Whiteness Awareness-Workshops für Angehörige der weißen Mehrheitsgesellschaft (auch in Arbeitszusammenhängen), Rassismustheorien, deutsche Kolonialgeschichte, Theorien und Konzepte rassismuskritischen und antirassistischer Bildung, sowie verschiedene Praxisprojekte zu Migration und Community Networking.